„MacBook air“ heißt der neueste Streich aus Apples Hardware-Schmiede, den Steve Jobs heute stolz auf der Macworld in San Francisco präsentierte. Das „dünnste „Notebook der Welt“ ist an der dünnsten Stelle 0,4 und an der dicksten Stelle 1,9 cm dick und mal wieder ein Augenschmaus. Mit Aluminiumgehäuse wiegt es 1,36 Kilogramm. Die Standardkonfiguration kostet 1700 Euro.

Einen hämischen Vergleich mit dem Wettbewerb, den Geräten der Vaio-TZ-Serie aus dem Hause Sony, konnte sich Jobs nicht verkneifen: „Wir sind an der dicksten Stelle dünner als die an der dünnsten“. Der Vergleich hinkt zwar, denn die Geräte der TZ-Serie haben anders als das MacBook air einen DVD-Brenner, ein Modem und UMTS eingebaut, ist aber medienwirksam. Das Sony-Notebook sei im Übrigen zu langsam, zu schwer und gehe viel zu viele Kompromisse ein, bringe zum Beispiel nur ein kleines Display mit, sagte Jobs. Das MacBook air hingegen passe mit 32×22 cm in einen Briefumschlag – trotz vollwertiger Tastatur und großem Bildschirm. Auf dem 13,3-Zoll-Schirm im Widescreen-Format löst Intels GMA-X3100-Grafikkern 1280×800 Pixel auf; die LED-Hintergrundbeleuchtung ist permanent aktiv.

Der Intel Core-2-Duo ist je nach Konfiguration mit 1,6 oder 1,8 GHz (270 Euro Aufpreis) getaktet und hat 4 MByte L2-Cache auf dem Chip. 2 GByte Speicher sind serienmäßig eingebaut. Die 1,8-Zoll-Festplatte fasst 80 GByte, gegen Aufpreis von 900 Euro kann man alternativ eine Flash-Festplatte mit 64 GByte Kapazität (ebenfalls auf 1,8 Zoll) erwerben, die leiser, leichter und robuster arbeiten dürfte. Ein externes optisches Laufwerk, das „MacBook air SuperDrive“, gibt es nur gegen Aufpreis von 100 Euro. „Wir glauben, die wenigsten werden es brauchen“, sagte Jobs, „es gibt jetzt eine bessere Methode, Filme zu gucken“ – in Anspielung auf die neue Verleihfunktion in iTunes. Im Übrigen stellt Apple eine Software namens Remote Disc bereit, die dem MacBook air in andere Macs oder Windows-PCs eingelegte DVDs zur Verfügung stellt.

Ein Ethernet-Anschluss fehlt, wer sein MacBook nicht via WLAN (802.11n, ca. 300 MBit/s brutto, abwärtskompatibel), sondern per Kabel vernetzen möchte, muss einen USB-Ethernet-Adapter für 30 Euro hinzukaufen. USB 2.0, Kopfhörer-Buchse, „Micro-DVI“ für VGA- oder DVI-Monitore (Adapter im Lieferumfang) oder Composite- und S-Video-Output (optional) sowie der von früheren MacBooks bekannte magnetische Stromverbinder sind eingebaut. Bluetooth 2.1+EDR wird serienmäßig unterstützt. Der 37-Wattstunden-Akku soll fünf Stunden durchhalten.

Ein Magnet lässt das Display ohne weiteren Verschlussmechanismus zuschnappen. Das multi-touch-fähige Trackpad (Mausersatz) erlaubt Zwei-Finger-Gesten ähnlich wie beim iPhone, etwa zum flinken Zoomen von Bildern oder Text durch Spreizen der Finger. Ein Sensor misst das Umgebungslicht und schaltet bei Bedarf die Tastaturbeleuchtung ein. Diese Funktion war bislang den teureren MacBook-Pro-Modellen vorbehalten. Die iSight-Webcam über dem Display erlaubt Videotelefonate zum Beispiel per iChat. Die iLife-Anwendungssuite und Mac OS X 10.5 samt Windows-Bootloader sind im Lieferumfang enthalten. Laut Apple-Store werden die Geräte in zwei bis drei Wochen ausgeliefert.

Hier für euch der Werbespot zum Macbook Air.