29. September 2022

Renovierung ohne Ende

Seit dem letzten Herbst sind wir hier in der neuen Wohnung am Reißen und lange Zeit war kein Ende in Sicht.

Da in der “Rund ums Haus” Kategorie lange nichts geschrieben wurde, will ich heute mal zusammenfassen, was wir gemacht haben.

Angefangen haben wir im Bad und im WC, hier haben wir zuerst die Fliesen der 70er Jahre raus gekloppt, eine sehr anstrengende Arbeit. Und weil das nicht gereicht hat, haben wir noch die komplette Installation raus gerissen, also Badewanne, Dusche, Toilette, mehrere Mauern und alles was dazu gehört. Anschließend musste alles neu verputzt werden, was allerdings andere Leute gemacht haben. Dann kam der Klempner um in beiden Räumen neue Rohre zu verlegen und alles für den Neuaufbau vorzubereiten. Dann wurden im Klo die neuen Fliesen verlegt, danach hat unser Fliesenleger aufgegeben und wir mussten uns kurzerhand einen Neuen suchen. Das Bad wurde schließlich auch neu gefliest und sieht toll aus. Der Klempner konnte die Installation der Toilette, Badewanne und Dusche vornehmen, nachdem neue Mauervorsprünge gesetzt und ebenfalls gefliest wurden. Anschließend habe ich die Decke von den Paneelen befreit, Löcher ausgebessert und weiß gestrichen, um dann oberhalb der Fliesen zu tapezieren.

In der Zwischenzeit haben hier fleißige Mädels die restlichen Räume von den Tapeten befreit und die Türrahmen gestrichen.

In der Küche habe ich die alten Paneele raus gerissen, um mir anschließend zu überlegen, wieder neue anzubringen. Im gleichen Zug wurde die Decke im Flur mit weißen Panelen und Deckenspots versehen, meiner Meinung nach die beste Möglichkeit einen schmalen und langen Flur auszuleuchten. Alle Paneele habe ich allein angebracht, was eine doofe Arbeit für einen allein ist.

Da das Parkett im Wohnzimmer ziemlich durch die letzten Mieter versaut wurde habe ich mir spontan überlegt, dort Laminat zu legen. Meine bessere Hälfte hat sich schon immer dunkles Laminat gewünscht und ich habe ihr diesen Wunsch erfüllt. Laminat legen ist ganz einfach und selbst für jemanden wie mich, der zwei linke Hände hat, zu schaffen.

Das dunkle Laminat sieht übrigens super aus und passt wunderbar zu den Tapeten, die wir schon vorher ausgesucht haben.

Ich habe ganz Vergessen zu erwähnen, dass wir zwischenzeitlich in allen Räumen die Wände aufgekloppt haben, um überall ausreichend Steckdosen zu haben. Mein Dank geht da an meinen Trauzeugen Schwalbe, der mir dabei unermüdlich geholfen hat.

In der Zwischenzeit hat mein Schwiegervater die Küche und das Schlafzimmer tapeziert, da die Küchenjungs quasi schon auf der Matte standen. Nach 3 Anläufen hatten sie unsere Küche dann auch mehr oder weniger aufgebaut.

Schwiegerpapa hat dann noch das Ess- und Wohnzimmer tapeziert, damit unser Möbelrücken losgehen konnte, anschließend wurde auch der Flur noch tapeziert.

Dann sind wir hier bereits eingezogen, da ich das Dachgeschoss bereits neu vermietet habe. Natürlich gab es in der Wohnung noch viel zu tun.

Der Klempner hat es in ebenfalls 3 Anläufen geschafft unsere Duschtür korrekt zu montieren, hätte er vorher in die Anleitung und nicht zu tief ins Glas geschaut, hätte er sich 2 Wege sparen können!

Dank einem guten Weihnachtsgeschäft, hatte ich keine Zeit und noch weniger Motivation etwas in der Wohnung zu machen. Bereits im neuem Jahr angekommen, musste das Zimmer unserer Tochter fertig werden, da sie ja Ende Januar zur Welt kommen sollte. Um alle Tapeten im Kinderzimmer zu erneuern war keine Zeit mehr, also habe ich erst einmal komplett weiß gestrichen und Sabrina hat die Wände anschließend mit Wandmalerei verziert. Es ist toll geworden und ist ganz individuell! Dann wurden die Kinderzimmermöbel aufgebaut und es konnte los gehen.

Pünktlich am 30. Januar wurde Finja auch geboren und ich hatte einen Grund mehr mich nicht um die Wohnung zu kümmern. Als meine beiden Frauen noch im Krankenhaus waren habe ich die Tür vom Kinderzimmer abgeschliffen und weiß gestrichen, es sollte ja schön sein, wenn meine Tochter nach Hause kommt.

Im März habe ich dann auch die restlichen Türen abgeschliffen und gestrichen. Natürlich haben alle Türen neue Beschläge bekommen. Alle Räume wirken durch die weißen Türen viel heller als vorher.

Zu guter Letzt wurde im April unser Balkon auf Vordermann gebracht. Ich habe die Decke weiß gestrichen und das Balkongeländer mit einem Sichtschutz versehen. Einen Blumenkasten mit Rankgitter habe ich am Ende des Balkons aufgebaut, um uns vor neugierigen Blicken zu schützen.

Die neuen Balkonmöbel habe ich aufgebaut und Blumen wurden gepflanzt. Der Balkon sieht nun ebenfalls toll und als wir endlich fertig waren, wurden wir auch direkt mit Sonnenschein belohnt.

Unsere Wohnung ist nicht mehr wieder zu erkennen, wir haben uns bereits gut eingelebt und fühlen uns wohl. Natürlich hat Sabrina alle Räume bereits mehrfach neu dekoriert, was die Wohnung noch gemütlicher macht.

Fotos habe ich schon so oft versprochen, aber vielleicht schaffen wir es jetzt wirklich mal welche zu machen, schließlich darf ruhig jeder wissen, wie schön wir wohnen!

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die uns so tatkräftig unterstützt haben, ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen. Vielen Dank.

PS: Gibt es wirklich jemanden, der das hier alles gelesen hat?  😀

Falls ja, hier schon einmal ein kleiner Blick auf unseren Balkon.

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