26. Mai 2022

Sylt 2012

Wir haben mit meinen Schwiegereltern eine Woche auf Sylt verbracht. Wie es uns ergangen ist, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Um die Hinfahrt für Finja erträglich zu machen, haben wir uns spontan entschieden, schon einen Tag vorher los zu fahren und kurz hinter Hamburg zu übernachten. Wir haben in Ellerau im Landhaus Saggau eine entspannte Nacht verbracht, danach in Ruhe gefrühstückt, um dann ohne Stress nach Sylt auf zu brechen. In Windeseile haben wir den Autozug erreicht und nach einer schnellen Überfahrt, waren wir bereits um 11:15 Uhr in Westerland. Dort haben wir uns erst einmal Häuslich eingerichtet, um dann auf meine Schwiegereltern zu warten.

Ich will jetzt nicht alles bis ins kleinste Detail schreiben, deshalb berichte ich nun von den vielen kleinen Highlights die wir besucht haben.

Einen Tag haben wir im Nobelort Kampen verbracht, wo es uns vor allem in das Café Kupferkanne gezogen hat, wo es den besten Kuchen der Insel geben soll. Was soll ich sagen, kaum waren der leckere Kuchen und die wärmenden Getränke verspeißt, hat uns ein gewaltiger Regenschauer überrascht, den wir dann abwarten mussten, bevor wir mit dem Bus wieder zurück nach Westerland gefahren sind.

Ein weiteres Highlight war für mich der Besuch der Sansibar. Eine Bretterbude, von der sicher jeder schon einmal gehört hat. In den Dünen in der Nähe von Rantum haben wir es uns draußen an einem großen Tisch gemütlich gemacht, Finja durfte etwas durch den Sand krabbeln und auch hier gab es leckeren Kuchen. Nur wenige Meter durch die Dünen, gelangt man direkt an den tollen Strand.

Auch ein Besuch des Hafens in List ist zu empfehlen, in der alten Tonnenhalle bieten viele kleine Händler ihre Waren an. In der Mitte der Halle, gibt es viele handgemachte Sachen, rundrum kleine süße Läden. Außerdem findet man im List´er Hafen Deutschlands nördlichste Fischbude. Von hier aus, können auch Fahren nach Dänemark oder zu den Seehundbänken unternommen werden.

Auch das niedliche Fischerörtchen Hörnum haben wir besucht, hier kann man schön am Meer spazieren gehen, die Robbe Willy im Hafen füttern oder einfach mal die Seele baumeln lassen. Der ruhigste Ort auf Sylt.

Und nun möchte ich euch von Keitum berichten, ein kleiner Ort, in dem es nicht so viele Ferienwohnungen und Hotels gibt, wie in den anderen Inselorten. Hier leben vor allem die Einheimischen in kleinen und sehr schönen Häuschen, welche zum Großteil mit Reet gedeckt sind. Hier legt man wert auf schöne Vorgärten und eine klassische Architektur. Ein langer Spaziergang durch Keitum lohnt sich wirklich, weil es hier eine Menge zu entdecken gibt.

Als letzten Höhepunkt möchte ich euch vom Windsurf Worldcup berichten, welcher jedes Jahr auf Sylt Station macht. An der Westerländer Promenade sind viele Promotionstände aufgebaut und am Strand haben die Surfer ihre Utensilien untergebracht. Man kann hier im Trubel richtig untergehen und mal etwas anderes sehen. Sabrina hat am Base-Stand ein neues Handy gewonnen, wir haben uns die Autos von VW angesehen, die hier gezeigt wurden und haben das ein oder andere Bier direkt neben Björn Dunkerbeck getrunken.

Dann sollte aber auch schon unsere Woche auf Sylt zu ende gegangen sein und es war Zeit aufzubrechen, das Auto vollgepackt bis unters Dach, ging es wieder auf den Autozug, mit dem wir wieder auf das Festland gelangten. Vor dort aus ging es dann Richtung Heimat. Natürlich nicht ohne einen Zwischenstopp, 6 Stunden fahrt sind am Stück mit einem Kind einfach nicht zu machen. Also machten wir Pause an der A7 auf dem Autohof Hoyer (Abfahrt Soltau Ost), wo wir super leckeres hausgemachtes Essen bekamen, Finja wickeln und auch tanken konnten. Für alle die man in Richtung Hamburg unterwegs sind, empfehle ich hier Pause zu machen, ein echter Geheimtipp, den wir schon mehrfach in Anspruch genommen haben.

 

Mein Fazit nach meinem ersten Sylt Besuch:

Viele sagen, wer einmal auf Sylt war, will immer wieder dort hin. Mich hat dieses Sylt-Fieber nicht infiziert.

Es war eine tolle Woche, aber für meinen Geschmack ist es dort von Touristen einfach zu überlaufen, in Westerland sieht man fast nur Hotels und Ferienwohnungen, die Fußgängerzone und die Restaurants sind zu 100% auf den Tourismus ausgelegt und das spiegelt sich zum einen in den Preisen wieder, zum anderen ist ein Abendessen nicht ohne Reservierung möglich. Das ist nicht in allen Orten auf Sylt so, aber die Insel ist schon sehr durch den Tourismus geprägt und die Preise oftmals mehr als gesalzen. Aber auch ich muss sagen, dass Sylt auch seine schönen Seiten hat, besonders gefallen haben mir die Sansibar, und die Orte Keitum, Hörnum und der Lister Hafen.

 

Nun möchte ich euch die vielen Fotos die auf Sylt entstanden sind zeigen, ich hoffe euch gefallen sie. Vielleicht wart ihr ja auch schon mal auf Sylt und habt einen anderen Eindruck? Ich freue mich über jeden Kommentar, auch zu meinen Fotos.